Zusammenfassung
Saisonauftakt mit bitterem Ende
Endlich ging es wieder los! Zum ersten Spieltag der neuen Saison musste die Herrenmannschaft des Schmalkalder VV gleich eine echte Herausforderung meistern. Die Reise führte zum HSV Weimar und dort wartete ein Kader, der es in sich hat. Die Weimarer verfügen über eine bemerkenswerte Breite und Qualität. Mit dem ehemaligen Olympiateilnehmer im Beachvolleyball, Lars Flüggen, sowie dem ehemaligen Schmalkalder Sebastian Weniger, der zuletzt zwei Jahre in der Regionalliga in Jena aufschlug, standen gleich zwei Hochkaräter im Aufgebot. Entsprechend groß war der Respekt auf Schmalkalder Seite. Doch Bange machen galt nicht!
Im ersten Satz zeigten die Schmalkalder von Beginn an, dass sie sich keineswegs verstecken wollten. Bis zum 7:5 konnte sich der SVV sogar eine kleine Führung erspielen. Allerdings fehlte anschließend etwas die nötige Ruhe. Gleich drei Annahmefehler brachten Weimar zurück ins Spiel und sorgten für die 9:7-Führung der Gastgeber. Doch Schmalkalden blieb dran. Weimar schlug weiterhin druckvoll auf und konnte die knappe Führung bis zum 19:17 behaupten. Zwei weitere vermeidbare Fehler im Angriff ließen den Gastgeber anschließend auf 22:18 davonziehen. Diesen Rückstand konnte der SVV nicht mehr aufholen. Mit 25:21 ging der erste Durchgang an Weimar.
Auch im zweiten Satz entwickelte sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe. Bis zur Satzmitte hielt Schmalkalden hervorragend mit und glich zum 13:13 aus. Dann schlichen sich jedoch vor allem in der Abwehr einige individuelle Fehler ein, die Weimar immer wieder zu einfachen Punkten einluden. Beim Stand von 14:18 sah sich Trainer Micha Henke gezwungen, die Auszeit zu nehmen und seine Jungs noch einmal kräftig zu pushen. Die Ansprache zeigte Wirkung. Schmalkalden kämpfte sich wieder heran und verkürzte den Rückstand. Doch erneut fehlten am Ende Kleinigkeiten. Mit 25:23 holte sich Weimar auch den zweiten Satz.
Wer nun allerdings dachte, die Schmalkalder würden sich ihrem Schicksal ergeben, wurde eines Besseren belehrt. Im dritten Satz erhöhte der SVV das Risiko im Aufschlag und das sollte sich zunächst auszahlen. Schmalkalden startete stark und erspielte sich eine 11:8-Führung. Dieser Vorsprung wurde mit viel Einsatz verteidigt und bis zum 20:18 behauptet. Nun entwickelte sich ein richtiges Volleyball-Highlight. Lange Ballwechsel, spektakuläre Abwehraktionen und großer Kampf auf beiden Seiten sorgten für beste Unterhaltung. Bei 21:21 war der Vorsprung dahin, anschließend marschierten beide Teams im Gleichschritt Richtung Satzende. 23:23, alles war offen. Dann schlug die Stunde von Valentin Peter. Zwei platzierte Aufschläge setzten die Weimarer Annahme gehörig unter Druck. Die Gastgeber konnten nur noch einen hohen Außenball spielen. Diesen bekam Felix Schliewenz mit einem starken Block zu fassen. Anschließend blieb der Ballwechsel erneut heiß umkämpft, ehe Kapitän Chris Hartung mit einem gekonnten Diagonalschlag den Sack zumachte (25:23).
Doch leider konnte der SVV den Schwung nicht mit in den vierten Durchgang nehmen. Bereits früh gerieten die Schmalkalder mit 3:8 in Rückstand. Was anschließend folgte, war kaum zu erklären. Eine Aufschlagserie von gleich acht Punkten ließ Weimar auf 17:6 davonziehen. Plötzlich wollte auf Schmalkalder Seite kaum noch etwas funktionieren. Fehler in nahezu allen Spielelementen nagten zunehmend an der Moral der Mannschaft. Nach den drei zuvor teilweise richtig starken Sätzen war der vierte Durchgang leider ein kompletter Einbruch. Mit 25:9 ging der Satz deutlich an Weimar und damit auch das Spiel mit 3:1 an die Gastgeber.
Nun gilt es, die Fehler aus dem Auftaktspiel genau zu analysieren, den vierten Satz schnell abzuhaken und den Blick nach vorne zu richten. Denn viel Zeit bleibt nicht. Bereits am kommenden Samstag steht der erste Heimspieltag in der Mehrzweckhalle an. Mit Gera und Ilmenau warten dann gleich die nächsten beiden Gegner auf die Schmalkalder.
Aufstellung Schmalkalder VV: Tim Ackermann, Martin Dimitrov, Chris Hartung, Philip Köhler, Valentin Peter, Franz Rein, Niclas Rothamel, Felix Schliewenz, Yorick Weisheit
