Zusammenfassung
Dramatik pur in der Mehrzweckhalle
Es war ein Heimspieltag ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Spannung, starke Nerven und ein Happy End für die Mixed-Mannschaft des Schmalkalder VV gab es zu bejubeln. Gegen den SV Blau-Weiß Schwallungen entwickelte sich am Donnerstag eine Begegnung, die erst im Tiebreak entschieden wurde.
Schon der Auftaktdurchgang hatte es in sich, allerdings zunächst aus den falschen Gründen aus Sicht der Gastgeber. Schmalkalden fand nur schwer in die Partie, offenbarte ungewohnte Abstimmungsprobleme und leistete sich eine hohe Zahl unnötiger Eigenfehler. Schwallungen nutzte dies konsequent aus und setzte sich zwischenzeitlich auf 13:19 ab. Beim Stand von 18:24 schien der Satz bereits verloren, doch der SVV startete eine beeindruckende Aufholjagd und kam bis auf 23:24 heran. Am Ende fehlte jedoch das berühmte Quäntchen Glück. Mit 23:25 ging der erste Satz an die Gäste.
Der zweite Durchgang verlief deutlich ausgeglichener. Schmalkalden agierte in Annahme und Angriff stabiler, ließ jedoch mehrfach die Chance liegen, sich deutlicher abzusetzen. Beim 22:20 lag das junge Team knapp vorn, ein Vorsprung, der in einer spannenden Schlussphase erfolgreich verteidigt wurde. Mit 25:23 holten sich die Gastgeber verdient den Satzausgleich.
Damit musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Auch hier blieb die Partie bis zum Seitenwechsel vollkommen offen. Beim 10:10 übernahm schließlich Julian Wolf den Aufschlag und avancierte zum Matchwinner. Mit einer beeindruckenden Aufschlagserie erzielte er fünf Punkte in Folge und sorgte für ausgelassenen Jubel auf der Schmalkalder Bank. Das 15:10 im Entscheidungssatz bedeutete den umkämpften, aber verdienten Heimsieg. Trainer Micha Henke zeigte sich nach dem Match sichtlich zufrieden: „So kann es gerne weitergehen.“ Ein Satz, der sowohl Erleichterung als auch Zuversicht für die kommenden Aufgaben ausdrückt.
Aufstellung Schmalkalder VV: Maurice Bollier, Nikola Dimitrov, Ben Hessenmöller, Tom Hessenmöller, Lena Hugk, Xenia Nolte, Klara Reich, Markus Wesoly, Philipp Weiß, Julian Wolf
