Zusammenfassung
Krimi mit glücklichem Ende für den SVV
Ein Auswärtsspieltag mit vielen Höhen und Tiefen endete für die erste Herren-Mannschaft des Schmalkalder VV mit einem umjubelten Erfolg. Beim ambitionierten Aufsteiger aus Altenburg gelang den Südthüringern in einem hart umkämpften Fünf-Satz-Spiel die geglückte Revanche für die knappe Heimspielniederlage.
Nach einem zunächst ausgeglichenen Beginn (12:12) entwickelte sich im ersten Durchgang ein intensiver Schlagabtausch. Beide Teams setzten immer wieder Akzente am Netz und sammelten zahlreiche Blockpunkte. Eine starke Aufschlagserie der Gastgeber brachte Altenburg schließlich einen Vier-Punkte-Vorsprung (14:18), den sie routiniert bis zum 25:20 ins Ziel brachten.
Nichts für schwache Nerven war der zweite Satz. Zunächst lag erneut Altenburg vorne (11:15), doch auf Schmalkalder Seite übernahm Zuspieler Martin Dimitrov zunehmend das Kommando. Mit gleich sechs erfolgreichen Sprungaufschlägen in Folge drehte er den Satz fast alleine und brachte sein Team mit 17:15 in Führung. Bis zur Crunchtime marschierten beide Mannschaften nahezu im Gleichschritt, Altenburg glich sogar zum 22:22 aus. Im dramatischen Satzfinish hatten beide Teams mehrfach die Chance, den Durchgang für sich zu entscheiden. Felix Schliewenz glänzte mit mehreren Monsterblocks, doch erst eine kluge Finte von Außenangreifer Yorick Weißheit besiegelte den umkämpften 31:29-Satzgewinn für Schmalkalden.
Dieser Erfolg wirkte wie ein Befreiungsschlag. Im dritten Satz dominierten nun klar die Gäste. Erneut war es Dimitrov, der mit starken Aufschlägen früh für klare Verhältnisse sorgte (11:3). Auch taktische Wechsel auf Altenburger Seite brachten keine Wende. Schmalkalden holte sich den Satz souverän mit 25:15.
Doch wie schon so oft in dieser Saison ließ die Konzentration im vierten Durchgang spürbar nach. Unüberlegte Aktionen am Netz und eine hohe Eigenfehlerquote in der Feldabwehr brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Altenburg nutzte diese Phase konsequent und erzwang mit einem deutlichen 25:18 den Entscheidungssatz.
Im Tiebreak sah es für Schmalkalden nach dem Seitenwechsel beim Stand von 4:8 zunächst alles andere als gut aus. Doch diesmal setzte Schliewenz die entscheidenden Akzente. Mit klugen Aufschlägen und einer grandiosen Feldabwehr kämpften sich die Gäste zurück und gingen mit 11:9 in Führung. Wie im Rausch agierten nun die Südthüringer, gaben keinen Ball verloren und entschieden den Satz mit 15:11 für sich. Beim umjubelten Sieg lagen sich Spieler überglücklich in den Armen, die diesmal ohne ihren Trainer Micha Henke auskommen mussten.
Aufstellung Schmalkalder VV: Martin Dimitrov, Chris Hartung, Marius Hochmuth, Philip Köhler, Valentin Peter, Felix Schliewenz, Sebastian Schmidt, Yorick Weisheit
